OLAFUR ARNALDS & ALICE SARA OTT/ CHOPIN PROJECT

Der isländische Multiinstrumentalist Olafur Arnalds, dessen Kompositionen sich zwischen Indie, klassischer und elektronischer Musik bewegen, hat sich hier mit der ebenfalls mehrfach preisgekrönten deutsch-japanischen Pianistin Alice Sara Ott zusammengefunden, um aus dieser gemeinsamen Liebe zu Chopin’s Musik etwas ganz eigenes zu Gehör zu bringen. Von der emotionalen Kraft von Chopin’s Musik inspiriert, komponierte Arnalds Intermezzi für Streichquintett, Klavier und Synthesizer. Zusammen mit den von Alice Sara Ott sublim gespielten Originalkompositionen wird hier eine ganz eigene musikalische Synergie freigesetzt, die einen sofort in den Bann zieht und nicht mehr loslässt. Dies wird noch dadurch verstärkt, dass Arnalds eine Aufnahmetechnik benutzt, die so direkt und nah wie möglich sein sollte indem man beispielsweise die Mikrophone direkt ins Klavier hängte. Gleichzeitig begaben sich die beiden in Reykjavik auf die Suche nach möglichst authentisch klingenden Klavieren, die auch die Zeit Chopins greifbarer machen sollten. Das Ergebnis ist wirklich beeindruckend und berührt zutiefst. Die Regentropfen-Prelude zum Schluss habe ich noch nie so gehört und erlebt. Gänsehaut pur.  Erhältlich als CD und LP.

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Andreas Wolz
Andreas Wolz Schwerpunkt: Klassik Vor über 20 Jahren entdeckte ich beim Hören von Bellinis Norma mit Maria Callas meine Leidenschaft für die Oper und für die klassische Musik.