JOHANN SEBASTIAN BACH/ MESSE IN H-MOLL BWV 232

Rademann’s innovative Annäherung an die H-Moll-Messe stützt sich auf den von Bach für das Kyrie und Gloria detailliert geschriebenen Stimmensatz , den sogenannten „Dresdner Stimmen“. Die Suche nach den Originalnoten wurde maßgeblich mitbeeinflusst von zwei renommierten Bach-Forschern. Die komplizierte Entstehungs-und Überlieferungsgeschichte zeigt sich in kaum einem anderen Werk deutlicher als in diesem, zumal Bach selbst bis zu seinem Lebensende daran gearbeitet hat, ohne eine finale Fassung zu hinterlassen.

Rademann nimmt uns musikalisch mit auf diese spannende Entdeckungsreise. Als Bonusmaterial werden noch einige Sätze, die von der geläufigen Fassung abweichen, in Varianten hörbar gemacht. Zu diesem innovativen Ansatz von Rademann gesellt sich ein wie immer erfrischend aufspielendes Freiburger Barockorchester, ein äußerst sensibel agierender Chor und sehr guten SolistInnen. Eine richtige Entdeckung für mich ist die Altistin Anke Vondung, die fast ohne Vibrato einen ungeheuren, stimmlichen Ausdruck erzielt.

Aufgenommen Anfang des Jahres 2015 in der Liederhalle Stuttgart.

Erhältlich als CD und als Deluxe-Ausgabe mit DVD, die folgendes zusätzliches Material enthält:

-Film: Bachs geheimnisvolles Erbe. Hans-Christoph Rademann auf der Suche nach der wahren h-Moll-Messe

– Konzertmitschnitt: „Kyrie eleison I“, live im Beethovensaal, Liederhalle Stuttgart (31. Januar 2015)

– Bachs Handschrift: Die „Dresdner Stimmen“

About the Author:

Andreas Wolz
Andreas Wolz Schwerpunkt: Klassik Vor über 20 Jahren entdeckte ich beim Hören von Bellinis Norma mit Maria Callas meine Leidenschaft für die Oper und für die klassische Musik.