Die Musik der zweiten CD des Indira Quartet um die indische Sängerin Fauzia Maria Beg beschert uns Musik, die sich aus einem Schmelztiegel an Klängen speist. Man hat das Gefühl, dass hier wirklich jeder der beteiligten Musiker seine ganz eigenen, persönlichen Einflüsse eingebracht hat und somit der besondere, einmalige Indira Klang überhaupt erst entstehen kann.

So ist es die versierte Sängerin, die ihre indischen Wurzeln einbringt, der vielseitige Schlagzeuger/Percussionist Uwe Kühner, der Afrikanische und Jazzeinflüsse integriert, Frank Kroll, der lyrische Saxophonist/Bassklarinettist, der auch fest im Jazz verwurzelt ist und nicht zuletzt der geniale Cellist/E-Cellist Fried Dähn, der starke klassische Einflüsse, sowie Elektronik hinzufügt.

Diese Einflüsse erst machen den einzigartigen Klang dieses Quartetts möglich. Die Musik ist immer wieder auch eine Gratwanderung, ein Tanz auf dem Hochseil ohne Netz und doppelten Boden, ein Drahtseilakt. Es bedarf einer großen stimmlichen und instrumentalen Meisterschaft, sich auf diesem Terrain so frei und sicher zu bewegen wie diese vier es hier tun. Musik die Genregrenzen sprengt und die Kraft hat Völker zu verbinden. Offen bleibt nur der Wunsch, das die dritte CD nicht wieder so lange auf sich warten lässt wie die zweite.

Erhältlich als CD